Buchrezension: «Mord in Helvetistan»

Mord in Helvetistan. Politthriller von Mathias Frey, 2023
Die fiktive Geschichte spielt in den zwanziger Jahren des 21. Jahrhunderts. Einige Jahre sind verstrichen nach der Corona-Pandemie. Eine wichtige Abstimmung steht bevor, nämlich die Änderung des Artikels 16 der Bundesverfassung. Im Falle einer Annahme durch das Volk würde das heissen, dass nur noch über Anliegen abgestimmt werden kann, dessen Abstimmungsergebnis der Schweiz keinen Schaden bringen kann. Auch dürfte sich zu diesen Themen niemand äussern, der eine andere Meinung als die der Regierung vertritt.
Die beiden Innerschwyzer Anführer des Nein-Lagers, das knapp 40 % ausmacht, sind der Milliardär David Schlumberger und sein Freund, Jakob Kaiser, ein charismatischer Redner, der die Leute zu fesseln versteht.
In Schlumbergers Villa auf der Rigi werden Optionen besprochen, wie es weitergehen soll nach einer Annahme der Änderung des Artikel 16: Gang vor das Bundesgericht, die Abstimmung für ungültig erklären und sie zu wiederholen, im schlimmsten Falle sogar eine Abspaltung von der Schweiz der Nein sagenden Kantone und die Gründung der Freien Eidgenossenschaft.
Gleichzeitig arbeiten die Regierung und die Medien auf Hochtouren, um das Volk mit ihrer Propaganda zu manipulieren.
Eine höchst empfehlenswerte Lektüre, packend geschrieben, gut durchdacht und realitätsbezogen!
